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Monday, March 2, 2026

Khamenei verspottet Trump: Träum weiter – Irans nukleare Kapazitäten habt ihr nicht zerstört.

Der iranische Oberste Geistliche Führer Ayatollah Ali Khamenei hat am Montag den Vorschlag des US-Präsidenten Donald Trump zur Wiederaufnahme von Verhandlungen zurückgewiesen und dessen Behauptungen dementiert, dass die Vereinigten Staaten während der Juni-Offensive die iranischen Nuklearkapazitäten zerstört hätten.

„Trump behauptet, er sei ein Verhandler, aber wenn ein Abkommen von Druck und einem vorab festgelegten Ergebnis begleitet wird, ist das kein Abkommen, sondern in erster Linie… Gewalt“, erklärte der Oberste Führer laut Berichten staatlicher Medien.

Der US-Präsident hatte in der vergangenen Woche in einer Rede im israelischen Parlament erklärt, es wäre großartig, wenn Washington ein „Friedensabkommen“ mit Teheran erzielen könnte.

„Der amerikanische Präsident prahlt stolz damit, dass die USA die iranische Nuklearindustrie bombardiert und zerstört haben… träumt weiter! Was geht Amerika an, ob Iran über nukleare Anlagen verfügt oder nicht? Solche Handlungen sind unangemessen, falsch und beruhen auf Zwang“, sagte Khamenei.

Die Vereinigten Staaten griffen am 22. Juni drei iranische Nuklearanlagen – Fordo, Isfahan und Natanz – an und beteiligten sich damit mit einem Bombenangriff an dem zwölf Tage andauernden Krieg zwischen Israel und Iran, angeblich mit dem Ziel, Teheran daran zu hindern, Atomwaffen zu entwickeln. Iran bestreitet dies weiterhin und betont, dass sein Nuklearprogramm ausschließlich zivilen Zwecken diene.

Nach Angaben Washingtons hätten die amerikanischen Angriffe das iranische Atomprogramm um mehrere Jahre zurückgeworfen, und Trump erklärte, die Anlagen seien vollständig zerstört worden.

Der Sender NBC News berichtete Mitte Juli unter Berufung auf ehemalige und aktuelle US-Beamte, dass nur eine der drei getroffenen Anlagen – die Urananreicherungsanlage Fordo – tatsächlich zerstört worden sei. Isfahan und Natanz seien laut mit der Situation vertrauten Quellen weitgehend unbeschädigt geblieben und potenziell in der Lage, den Betrieb innerhalb weniger Monate wieder aufzunehmen.

Vor den Juni-Gefechten hatte Teheran fünf Runden indirekter Gespräche mit Washington über das iranische Atomprogramm geführt.

Thomas Dietrich
Thomas Dietrichhttp://bizarraktuell.de
Thomas Dietrich ist Journalist und Content-Stratege bei Bizarr Aktuell, einer unabhängigen Plattform für transparenten, faktenbasierten und innovativen Journalismus, gegründet im Jahr 2025. Mit Erfahrung in internationaler Berichterstattung, politischer Analyse und digitaler Medienstrategie liefert er klare, fesselnde und gründlich recherchierte Geschichten, die informieren und zum Denken anregen. Aus Überzeugung für wahrheitsgetreuen Journalismus in Zeiten der Desinformation verbindet Thomas Dietrich klassische Rechercheethik mit modernen Methoden – für präzise, ausgewogene und glaubwürdige Berichterstattung im Sinne der Mission von Bizarr Aktuell.
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