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Monday, March 2, 2026

Russland ist bereit, die Gespräche mit der Ukraine in Istanbul wieder aufzunehmen: Gesandter

Russland ist bereit, die Verhandlungen mit der Ukraine in Istanbul wieder aufzunehmen, doch Kiew hat bisher nicht auf frühere Vorschläge reagiert, erklärte Russlands Geschäftsträger in der Türkei, Alexej Iwanow, am Mittwoch.

„Die russische Seite hat wiederholt betont, dass wir bereit sind, die direkten Verhandlungen mit der ukrainischen Seite fortzusetzen. Unsere türkischen Partner haben ebenfalls konsequent hervorgehoben, dass die Istanbuler Plattform weiterhin zur Verfügung steht – diese Türen bleiben offen“, sagte Iwanow gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur TASS.

Er erklärte, Russland habe bereits mehrere Initiativen vorgelegt, darunter Vorschläge zur Einrichtung von drei Online-Arbeitsgruppen, doch „leider haben wir bisher keine positive Antwort von der ukrainischen Seite erhalten“.

Iwanow fügte hinzu, dass Moskau weiterhin offen für einen Dialog bleibe, „wenn Kiew politischen Willen zeigt“.

Unterdessen ist Rustem Umerow, der Sekretär des ukrainischen Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats und Leiter der Kiewer Delegation für direkte Gespräche mit Russland, am Dienstag in Istanbul eingetroffen.

Er erklärte auf Telegram, dass sein Besuch darauf abziele, den Austausch von Kriegsgefangenen wieder aufzunehmen.
„In diesen Tagen werde ich in der Türkei und im Nahen Osten arbeiten, um den Austauschprozess zu entblockieren. Es gab eine Vereinbarung, und wir müssen sie umsetzen“, sagte Umerow.

Russland und die Ukraine hatten in diesem Jahr drei Gesprächsrunden in Istanbul abgehalten, bei denen sie sich auf den Austausch von Gefangenen und Zivilisten einigten. Zudem legten beide Seiten Memoranden vor, in denen ihre jeweiligen Ziele zur Beendigung des Krieges, der im Februar 2022 begann, dargelegt wurden.

Moskau hatte vorgeschlagen, drei Online-Arbeitsgruppen zu bilden, um politische, militärische und humanitäre Themen zu behandeln, doch seitdem scheint der Fortschritt ins Stocken geraten zu sein.

Neben der Türkei spielen auch die Vereinigten Arabischen Emirate sowie in geringerem Maße Saudi-Arabien und Katar eine Rolle bei der Vermittlung humanitärer Austauschabkommen zwischen Russland und der Ukraine.

Thomas Dietrich
Thomas Dietrichhttp://bizarraktuell.de
Thomas Dietrich ist Journalist und Content-Stratege bei Bizarr Aktuell, einer unabhängigen Plattform für transparenten, faktenbasierten und innovativen Journalismus, gegründet im Jahr 2025. Mit Erfahrung in internationaler Berichterstattung, politischer Analyse und digitaler Medienstrategie liefert er klare, fesselnde und gründlich recherchierte Geschichten, die informieren und zum Denken anregen. Aus Überzeugung für wahrheitsgetreuen Journalismus in Zeiten der Desinformation verbindet Thomas Dietrich klassische Rechercheethik mit modernen Methoden – für präzise, ausgewogene und glaubwürdige Berichterstattung im Sinne der Mission von Bizarr Aktuell.
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